Tricentis
Testdaten und Datenschutz sind kein Widerspruch | 10/2010
Generierung von dynamischen synthetischen Testdaten, hochautomatische, Business-dynamische
Steuerung der Testfallerstellung und die Zusammenführung von manuellen und automatischen sowie GUIund
non-GUI-Tests zählen zu den wesentlichen Funktionsmerkmalen der Tosca Testsuite.
Die Steuerflucht-
CD aus Liechtenstein,
Datenlecks
in Hochsicherheitsrechnern
... Beispiele aus der
Vergangenheit haben
eine Sicherheitslücke
bei der Generierung von
Testdaten aus dem operativen
Datenbestand
aufgedeckt. Um diese
Lücke zu schließen, hat
Tricentis mit Tosca@data
ein Vorgehensmodell zur
synthetischen Testdatengenerierung
entwickelt.
Dabei gehe es nicht nur
um die Anonymisierung
von Testdaten, betont
Tricentis-Geschäftsführer
Franz Fuchsberger im
Gespräch mit it&t business, das sei quasi
ein wertvolles „Nebenprodukt“. Wichtig
sei vor allem das zugrunde liegende Konzept
der Generierung von dynamischen
synthetischen Testdaten je nach den
Anforderungen der zu testenden Soft-
ware, vergleichbar mit einer „Nachzucht
von Testdaten“, wie Fuchsberger
anschaulich erklärt. „Damit wird eine
optimale Testtiefe bei möglichst geringem
Datenvolumen erreicht und ein Einsparungspotenzial
bei Kosten und Mips-
Verbrauch von bis zu 70 Prozent erreicht.“
Die Tosca Testsuite entstand ursprünglich
aus dem internen Bedarf des damaligen
Beratungsunternehmens für Softwaretests,
Triton. 2006 übernahmen die
heutigen Geschäftsführer Wolfgang Platz
und Franz Fuchsberger Triton Österreich
im Rahmen eines Management-Buy-outs
und bauten das anschließend Tricentis
genannte Unternehmen zu einem Softwarehaus
mit dem Standardprodukt Tosca
Commander aus. Der wesentliche Vorteil
der Lösung für Testmanagement und
-automation war die sogenannte „Business-
dynamische Steuerung“ der automatischen
Testfallgenerierung, das heißt,
dass mit Tosca Commander die Fachabteilungen
über die Bildschirmdarstellungen
ihrer Applikationen die Testfälle
spezifizieren konnten. „Aus dieser fachlichen
‚Testfallbeschreibung’ errechnet der
Generator dynamische Testfälle, die auch
die Veränderungen von Daten im Zeitablauf
berücksichtigen“, spricht Fuchsberger
eine wesentliche Funktionalität
von Tosca an.
Für eine weitere Beschleunigung der
Testabläufe sorgt die Fähigkeit von Tosca,
manuelle und automatische Tests zusammenzuführen,
da bei beiden Arten die
Testfälle aus einem gemeinsam zugrunde
liegenden Schema heraus entwickelt werden.
Auch Applikationen, die mit unterschiedlichen
Benutzeroberflächen (GUIs)
bedient werden können, stellen für den
Einsatz von Tosca kein Hindernis dar,
ebensowenig wie Anwendungen aus der
Cloud oder SOA Web Services, welche für
den Test keine grafische Benutzeroberfläche
bieten (non-GUI).
Partnerschaft mit SQS.
Ein weiterer Vorteil,
der sich aus den Funktionalitäten von
Tosca ergibt: „Durch Tosca ist es leichter,
Tests in Offshore-Ländern durchführen zu
lassen.“ Hier liegt auch der Hintergrund
der Kooperation mit SQS. Im Rahmen
dieser Partnerschaft stellt Tricentis die
Lösung Tosca Testsuite und die lösungsbezogene
Expertise zu Verfügung, Software
Quality Systems bringt über seine Berater
Know-how und Best Practices des Softwaretestens
ein. „In dieser Partnerschaft
kann Tosca seine Stärken der synthetischen
Testfallgenerierung, des Testens von
GUI- und non-GUI-Applikationen sowie
der Nachvollziehbarkeit der Tests voll ausspielen“,
erläutert Franz Fuchsberger.
Seit Anfang 2007 hat sich Tricentis von
einem österreichischen 18-Mitarbeiter-
Betrieb zu einem Unternehmen mit 110
Beschäftigten und Niederlassungen in
Deutschland, in der Schweiz, in Großbritannien
und in Australien entwickelt.
Der Schritt in die USA wird derzeit vorbereitet.
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www.tricentis.at