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Windows 7 – ein erster Eindruck | 5/2009
Vorab-Version von Microsofts neuem Betriebssystem verspricht bessere Performance und
bringt praktische neue Features. Christian Schindler
Bei der Installation der Beta-Version
von Windows 7 wird man
rundum positiv überrascht. Die
Installation läuft zügig, und fast alle
Geräte wurden erkannt – auch bei der
x64 Version. Hier kommt auch gleich
eine der neuen Funktionen zum Tragen:
VHD Boot. Mit Windows 7 wird es
erstmals möglich sein, das Betriebssystem
auf einer virtuellen Festplatte zu
installieren und zu booten. Der Vorteil
liegt auf der Hand: Sind Änderungen
am System geplant, wird vor der Änderung
ein Snapshot erzeugt. Bei einem
Fehler wird dieser Snapshot gelöscht,
und das System befindet sich wieder im
ursprünglichen Zustand. Diese Technologie
wird besonders im Serverbereich
interessant.
Ein weiterer Pluspunkt ist die
Geschwindigkeit. Wie überall im Netz
behauptet, ist das System tatsächlich
spürbar schneller. Vor allem beim Explorer
fällt das auf – dieser ist nach einem
Klick auf das neue Symbol sofort geöffnet.
Mouse-Gestures. Die Oberfläche
„Aero“ wurde auch sinnvoll erweitert.
In Windows 7 sind Funktionen hinzugekommen,
die das Arbeiten tatsächlich
angenehmer machen. Zusammengefasst
handelt es sich dabei um Mouse-Gestures
wie sie auch in diversen Browsern zu
finden sind. Hier sollen zwei vorgestellt
werden. Da wäre einmal das so genannte
„Aero Snap“, welches es erlaubt, durch
ein einfaches Ziehen des Fensters an
den oberen Bildschirmrand dieses zu
maximie- ren. Ein
Ziehen nach unten kehrt den Effekt wieder
um.
Wird das Fenster an den
linken oder rechten Fensterrand
gezogen, wird es
auf halbe Bildschirmgröße
skaliert. Somit ist es ein
Leichtes, zwei Fenster exakt
nebeneinander anzuordnen.
Die zweite neue Funktion
nennt sich „Aero Shake
it!“: Hat man viele Fenster
geöffnet, so kann man durch
Rütteln des aktiven Fensters
alle restlichen Fenster minimieren
– sehr praktisch. Auch hier kehrt
ein nochmaliges Rütteln den Effekt um.
Verschlüsselung von USB-Sticks. Auch
unter der Haube hat Microsoft einiges
getan, um Windows 7 attraktiver
zu gestalten. Das Power Management
ist angepasst worden und unterstützt
nun die neuesten Prozessortechnologien.
Damit ist es zum Beispiel möglich,
Prozessorkerne lastabhängig in einen
Schlafzustand zu schicken – der Akku im
Laptop wird’s Ihnen danken. Der Kernel
wurde um einige Scheduler Deadlocks
erleichtert – das sollte sich bei Rechnern
mit mehreren Kernen bemerkbar
machen.
Schließlich hat man mit „BitLocker
to go“ und dem „AppLocker“ zwei neue
Security Technologien integriert, die
sehr interessant sind. Mittels „BitLocker
to go“ können nun auch USB-Sticks
verschlüsselt werden. Es ist auch möglich,
zentral (über Gruppenrichtlinien)
zu steuern, ob USB-Sticks verschlüsselt
werden oder nicht. Sehr praktisch: Ein
so verschlüsselter USB-Stick kann auch
auf anderen Betriebssystemen gelesen
werden – vorausgesetzt man kennt das
Kennwort. Die „AppLocker“ Technologie
erlaubt es, mittels Regeln nur bestimmte
Anwendungen für die Ausführung auf
einem System zu autorisieren. Auch dies
ist in weiterer Folge zentral steuerbar.
Im Großen und Ganzen macht Windows
7 einen sehr guten Eindruck – und
das bei einer Beta-Version. Bleibt zu hoffen,
dass Microsoft die gute Qualität bis
zur Veröffentlichung beibehält!
Der Autor Christian Schindler ist Senior
Consultant bei der NTx BackOffice
Consulting Group.
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